Land fördert Quartiersentwicklung in Fellbach mit 70.000 Euro

11. Dezember 2019

Am 3. Dezember 2019 wurden die Projekte bekanntgegeben, die im Rahmen des Förderprogramms „Quartiersimpulse“ mit rund 852.000 Euro durch das Ministerium für Soziales und Integration gefördert werden. Davon profitiert auch die Stadt Fellbach mit ihrem Pilotprojekt „Wohnen für alle“. Für die Förderung der Quartiersarbeit in der Stadt am Kappelberg stellt das Land 70.000 Euro zur Verfügung.

„Ich freue mich, dass die Landesregierung die Stadt Fellbach bei ihrer Strategie für eine nachhaltige Quartiersarbeit unterstützt. Für eine lebendige Zivilgesellschaft und ein gutes Zusammenleben in der Stadt kann die Quartiersarbeit wichtige Impulse liefern. Die Menschen sollen in ihrer Stadt oder Gemeinde nicht nur wohnen, sondern auch leben können. Es ist gut, dass das Land die Kommunen bei der Entwicklung geeigneter Konzepte unterstützt.“, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete Siegfried Lorek.

Das Förderprogramm „Quartiersimpulse. Beratung und Umsetzung von Quartiersprojekten vor Ort“ der Allianz für Beteiligung ist Teil der Landesstrategie „Quartier 2020“. Im Rahmen dieser Strategie unterstützt das Land Städte, Gemeinden, Landkreise und zivilgesellschaftliche Akteure bei der alters- und generationengerechten Quartiersentwicklung. Ziel ist es, lebendige Quartiere zu gestalten – also Nachbarschaften, Stadtteile oder Dörfer, in die Menschen sich einbringen, Verantwortung übernehmen und sich gegenseitig unterstützen. Inzwischen werden 49 Projekte mit einem Gesamtbudget in Höhe von 3,05 Millionen Euro gefördert.

Die Quartiersentwicklung wurde auch von der Enquete-Kommission Pflege des Landtags als wichtiges Handlungsfeld für die Zukunft der Pflege identifiziert. Damit möglichst viele Menschen an ihrem Wohnort oder in Wohnortnähe alt werden können, müssen im jeweiligen Quartier verschiedene Formen der Betreuung und Pflege vorhanden und gut miteinander vernetzt sein. Solche Angebote müssen in einer hinreichenden Dichte auf kommunaler Ebene geschaffen werden. Dabei will die Landesstrategie Quartier 2020 den Akteuren vor Ort helfen.

Angesichts des demografischen Wandels wird der bedarfsgerechten Gestaltung des sozialräumlichen Umfelds der pflegedürftigen Menschen und der wirksamen Unterstützung deren pflegender Angehöriger in den nächsten Jahren zentrale Bedeutung zukommen. Heute werden 72 Prozent der pflegebedürftigen Menschen im Land zu Hause versorgt, 60 Prozent von Ihnen ausschließlich durch Angehörige. Damit sind die Familien mit Abstand der größte Pflegedienst im Land und auf wohnortnahe Unterstützungs- und Beratungsangebote zwingend angewiesen.