Landtagsabgeordneter Lorek fordert von Sozialminister Lucha die notwendige Anpassung der Teststrategie des Landes

1. November 2020

Auf die Forderung von Kultusministerin Dr. Eisenmann zum Einsatz von Antigen-Schnelltests zur Eindämmung der Corona-Infektionen an Schulen, Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege reagierte der Sozialminister ablehnend und teilte mit, dass es nicht die Zeit für neue Forderungen sei.

„Ich bin erschüttert, dass Sozialminister Lucha scheinbar die aktuelle Lage noch nicht realisiert hat. Es geht hier nicht um neue Forderungen, sondern um eine Anpassung an die Realität und die Infektionslage zum Schutz der Menschen in unserem Land. Es ist Fakt, dass die Kapazitäten der PCR-Tests ausgelastet sind. Davor verschließt der Sozialminister seine Augen und handelt nicht“, so der Waiblinger CDU-Landtagsabgeordnete Siegfried Lorek, der auch Mitglied im Ausschuss für Kultus, Jugend und Sport des Landtags von Baden-Württemberg ist.

Dem Rems-Murr-Kreis liegen von mehreren Testlaboren „Überlastungsanzeigen“ vor. Es wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Auswertung der PCR-Tests mehrere Tage in Anspruch nehme und dass symptomatische Tests Vorrang hätten. Es wurde von den Laboren ausdrücklich darum gebeten, dass nach Möglichkeit auf die neuen Schnelltests ausgewichen wird. Diese sind auch nach der Teststrategie des Bundes möglich, sofern nur eine begrenzte Kapazität bei PCR-Tests vorliegt. Dies ist unzweifelhaft der Fall. Eine Anpassung der Teststrategie des Landes an die Vorgaben des Bundes hält Lorek deshalb für unumgänglich.

Ausdrücklich bedankt sich Lorek beim Rems-Murr-Kreis und bei Landrat Dr. Richard Sigel für dessen vorausschauendes handeln. Der Rems-Murr-Kreis hat Antigen-Schnelltests in ausreichender Menge bestellt. Die Lieferung der ersten Charge ist für die kommende Woche zugesagt. „Jetzt geht es darum, dass wir als Land die Initiativen der Stadt- und Landkreise auch finanziell unterstützen“, sagt Lorek abschließend.