Lorek wirbt für Wasserstofftankstelle in Waiblingen

11. Dezember 2019

Am Montag, den 9. Dezember 2019 traf sich der CDU-Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Waiblingen, Siegfried Lorek, in Berlin mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Steffen Bilger MdB (ebenfalls CDU), zum Gespräch. Das besondere Anliegen des Landtagsabgeordneten: Die Bewerbung Baden-Württembergs für das Förderprogramm HyLand des Bundesverkehrsministeriums.

Baden-Württemberg möchte Wasserstoff-Vorreiterregion werden. An der Bewerbung ist auch die Stadt Waiblingen beteiligt, wo auf dem Hess-Areal eine Wasserstofftankstelle entstehen und eine Expressbuslinie mit 9 wasserstoffbetriebenen Bussen eingerichtet werden soll.

„Wasserstoff spielt für die Mobilität der Zukunft sicher eine wichtige Rolle. Deshalb unterstütze ich die Bewerbung des Landes und speziell das Engagement der Stadt Waiblingen. Wir haben ein sehr gutes Konzept vorgelegt, welches auch durch die Bundesförderung richtig Fahrt aufnehmen wird. Dies habe ich dem Staatssekretär auch persönlich in einem vertrauensvollen Gespräch mitgeteilt.“, äußerte sich Siegfried Lorek zu dem Gespräch.

An der Bewerbung, die stellvertretend von der Landesagentur e-mobil BW GmbH eingereicht wurde, sind fast 60 Akteure aus dem Ländle beteiligt. Auch die Stadt Waiblingen engagiert sich für die Bewerbung des Landes in der Kategorie HyPerformer. Innerhalb des Hyland-Programms müssen in dieser Kategorie die ausgereiftesten Konzepte vorgelegt werden.

Lorek führt weiter aus: „Wir müssen sicherstellen, dass sich die Mobilität technologieoffen fortentwickeln kann. Dafür braucht es Investitionen in die Infrastruktur für batteriebetriebene Fahrzeuge, aber eben auch für Fahrzeuge mit Brennstoffzelle oder im Bereich der synthetischen Kraftstoffe. Eine Wasserstofftankstelle in Waiblingen ist zum jetzigen Zeitpunkt deshalb ein starkes Signal für die Region.“

In Waiblingen sind für den Bau der Wasserstofftankstelle sowie für die Einrichtung der Expressbuslinie Investitionen von ca. 10 Mio. Euro notwendig. Das Land hat bereits eine Unterstützung von 2 Mio. Euro zugesagt. Vom Bund kämen weitere 2 Mio. Euro. Die verbleibenden 6 Mio. Euro würden von privaten Investoren getragen, unter denen auch die Stadtwerken Waiblingen sind.

PKW oder LKW mit Brennstoffzellenantrieb fahren lokal emissionsfrei und bieten aktuell im Vergleich zu batteriebetriebenen Fahrzeugen den Vorteil, dass sie schnell betankt werden können und eine weite Reichweite besitzen. Daneben könnten Wasserstoffsäulen in bestehende Tankstellen integriert werden. Die Nachteile von Brennstoffzellenfahrzeugen sind denen von batterieelektrischen PKW sehr ähnlich: ein hoher Anschaffungspreis und noch zu wenig Strom aus erneuerbaren Quellen. Dazu kommt die noch deutlicher unzureichende Dichte des Tankstellennetzes für Wasserstoff sowie die derzeit noch schlechte Energiebilanz bei der Herstellung.

Bildunterschrift:

Landtagsabgeordneter Siegfried Lorek und Staatsekretär Steffen Bilger im Abgeordnetenhaus in Berlin