Lorek zur angeblichen “Stammbaumforschung”

13. Juli 2020

Zu den Vorwürfen, die Polizei würde bei den Tatverdächtigen der Stuttgarter Krawallnacht „Stammbaumforschung“ betreiben, erklärte der polizeipolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Siegfried Lorek, am Montag (13. Juli):

„Wer bei einer Recherche zu den Eltern, also dem direkten Umfeld der Tatverdächtigen, von ‚Stammbaumforschung‘ spricht, verfolgt seine eigene politische Agenda. Dass ein Grünen-Stadtrat dazu noch über den Inhalt einer Sitzung die Unwahrheit verbreitet, lässt tief blicken. Einigen Politikern der Grünen, der SPD oder der Linken scheint kein Anlass zu gering, um die Polizei in Misskredit zu bringen und ihr fälschlicherweise Rassismus zu unterstellen.“  

Und weiter: „Die Auswertung der Aufnahmen aus der Gemeinderatsitzung hat nach Angaben der Stadt Stuttgart genau das ergeben, was Polizeipräsident Franz Lutz immer sagte: Er hat das Wort ‚Stammbaumforschung‘ nicht in den Mund genommen.“

Aus Loreks Sicht könne eine Recherche über das soziale Umfeld der Tatverdächtigen wichtige Erkenntnisse zu den Hintergründen der Ausschreitungen liefern. Informationen über die Eltern seien für die Einordnung und Bewertung relevant – gerade weil die Tatverdächtigen überwiegend jung sind. Das soziale Umfeld müsse ja auch berücksichtigt werden, wenn man entsprechend zielgerichtete Maßnahmen zur Prävention und Integration durchführen möchte.

„Die Staatsangehörigkeit allein sagt nichts über die sozialen Hintergründe und die Persönlichkeit eines Menschen aus. Darum ist es wichtig, das Umfeld und soziale Milieu, in dem sich die Tatverdächtigen bewegen, zu erfassen. Noch vor zwei Wochen hat dies im Übrigens auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann ausdrücklich gefordert. Es ist unerträglich, wie Teile der Grünen und der SPD momentan auf unbegründete und unhaltbare Vorwürfe gegen die Polizei aufspringen.“

Am Ende zeige sich an dieser Debatte, dass sich in Baden-Württemberg nur die CDU wirklich für die Sicherheit und die lückenlose Aufklärung von Straftaten einsetze. Bei den Grünen reiche es in der Breite offensichtlich nur zu Lippenbekenntnissen.