Online-Diskussion: „Zukunft Automobil – Megatrend Wasserstoff?“

17. Februar 2021

Am Dienstag (16.2.2021) lud der CDU-Landtagsabgeordnete und Kandidat für die Landtagswahl am 14. März 2021 im Wahlkreis Waiblingen, Siegfried Lorek, zum digitalen Gespräch über das Thema „Zukunft Automobil – Megatrend Wasserstoff?“. Zu Gast hatte er dazu Silke Frank, CEO von Mission Hydrogen in Winnenden, und Jochen Lauer, Geschäftsführer von Lauer & Weiss in Fellbach. Das Gespräch wurde live auf Facebook und auf der Homepage von Siegfried Lorek übertragen. Dabei konnten sich auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Fragen und Anregungen einbringen.

Silke Frank und Mission Hydrogen vernetzen als unabhängige Partner verschiedene Akteure im Bereich Wasserstoff und beraten Firmen über den Einsatz der Wasserstofftechnologie. Unter anderem Webinare bietet das Unternehmen an. Silke Frank arbeitet schon 15 Jahre im Bereich Wasserstoff, Mission Hydrogen wurde 2019 mit Sitz in Winnenden gegründet.

Jochen Lauer ist Ingenieur und Geschäftsführer von Lauer und Weiß in Fellbach. Seit 25 Jahren arbeitet er als externer Dienstleister an der Entwicklung von Fahrzeugen Das Unternehmen beschäftigt rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist spezialisiert auf Ingenieurleistungen rund um Produkte mit eher kleinen Stückzahlen, wie LKWs, Busse oder auch für den Rennsport. Dabei beschäftigen sie sich auch mit verschiedenen Antriebssträngen, wie Brennstoffzellen, batterieelektrischen Antrieben sowie Hybridanwendungen.

Siegfried Lorek leitete ein und erläuterte, dass Wasserstoff zunehmend ein wichtiges Thema werde. „Zum Beispiel hier in Waiblingen wird jetzt auch mit der Bundesförderung kräftig investiert“, sagte Lorek zum Stand in der Region. Der Rems-Murr-Kreis und die Stadt Waiblingen erhalten aus der Bundesförderung HyPerformer unter anderem Mittel für den Aufbau einer Wasserstofftankstelle in Waiblingen.

„In Deutschland wird gerade sehr viel getan“, erläuterte Silke Frank. Auch beim Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellenverband werde die Arbeit intensiviert. Zudem werde der Einsatz von Wasserstoff international zunehmend forciert, auch beispielsweise in kleineren Ländern wie Schottland oder Chile. „Das letzte Jahr war für den Wasserstoff ein ziemlich wildes Jahr.“, sagte Silke Frank zu den zahlreichen Initiativen, die angestoßen wurden. Jetzt gelte es, diese Ideen sinnvoll weiterzuentwickeln.

Auf eine Frage aus dem Chat sagte Jochen Lauer: „Ich glaube die Fokussierung auf batteriebetriebene Antriebe ist ein Fehler.“ Das sehe bei einem 40-Tonner schon anders aus, wie bei einem Stadt-Auto. „Umweltfreundlichkeit können wir auf verschiedene Arten erreichen.“, erläuterte Lauer. Mit den Kapazitäten im Bereich Biogas in Deutschland könne man beispielsweise 20 Prozent unseres Dieselmarktes ersetzen, wenn man diese als Flüssigkraftstoffe einsetze. Lauer verdeutlichte deshalb auch die Chancen von E-Fuels. In Verbindung mit der Wasserstofftechnologie könnte man dadurch sogar die Atmosphäre aktiv bereinigen.

Im Laufe der Veranstaltung wurde deutlich, dass im Moment noch nicht genau absehbar ist, welche Technologie sich wo und wie durchsetzen werde. „Aus unserer Sicht als CDU sollte die Politik nicht die Technik vorgeben.“, fasste Siegfried Lorek auch die Position seiner Partei zusammen. Einig waren sich alle drei, dass Forschung und Entwicklung von verschiedenen Alternativen weiter vorangetrieben werden sollten.

Die Veranstaltung endete nach rund 70 Minuten. Siegfried Lorek dankte Silke Frank und Jochen Lauer für ihre Mitwirkung an der Veranstaltung sowie allen Teilnehmenden für ihr Interesse.