Online-Gespräch: „Digitalisierung und Digitale Ökosysteme: Wie verändern sich Mittelstand und Gesellschaft?“

24. Februar 2021

Am Montag (22.2.2021) lud der CDU-Landtagsabgeordnete und Kandidat für die Landtagswahl am 14. März 2021 im Wahlkreis Waiblingen, Siegfried Lorek, zum digitalen Gespräch über das Thema „Digitalisierung und Digitale Ökosysteme: Wie verändern sich Mittelstand und Gesellschaft?“.

Zu Gast hatte er dazu Prof. Dr. Nils Herda von der Hochschule Albstadt-Sigmaringen. Herda ist dort Professor für Wirtschaftsinformatik und arbeitet unter anderem an Strategien zum Einsatz digitaler Mittel in mittelständischen Unternehmen sowie an Themen der IT-Sicherheit. Das Gespräch wurde live auf Facebook und auf der Homepage von Siegfried Lorek übertragen. Dabei konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Fragen und Anregungen einbringen. Der Stream ist auf beiden Kanälen weiterhin abrufbar.

Das Gespräch war keine typische Wahlkampfveranstaltung. Vielmehr war das Gespräch eine Lehrstunde über die Einsatzmöglichkeiten digitaler Mittel und über digitale Geschäftsmodelle. So lernten die Teilnehmenden, was diese abstrakten Begriffe konkret bedeuten können.

„Ich freue mich, heute viel über die Digitalisierung und Digitale Ökosystem zu lernen.“, sagte Siegfried Lorek gleich zu Beginn. Der erste Themenblock war die Corona-Pandemie insbesondere im Hochschulalltag. Prof. Herda sagte dazu: „Wir haben sehr schnell das digitale Semester ausgerufen. Ich unterrichte digital und nehme digitale Prüfungen ab.“ Die Studierenden hätten in der Regel das nötige Equipment und nach Klärung einiger Punkte sei die Umstellung sehr gut gelaufen.

Insgesamt müssten mittelständische Unternehmen für sich klären, wie sie die Digitalisierung nutzen wollen. Man könne klassische Produkte vernetzen und so einen höheren Nutzen für die Kunden erreichen. Man könne aber auch Prozesse digitalisieren und so effektiver gestalten. Auch die Organisation sei digital möglich. Schließlich entwickelten sich auch neue Geschäftsmodelle durch die Digitalisierung. Das größte Risiko sei, so Herda, neue Entwicklungen zu ignorieren oder sich zu sicher zu fühlen. Mit Blick auf den Mittelstand sei Herda aber positiv: „Das macht den schwäbischen Mittelstand aus, dass dort immer jemand ist, der Trends erkennt und neue Ideen hat.“ Oft stecke in Unternehmen bereits Know-How, das man umsetzen könnte.

Ein Digitales Ökosystem beschreibe im Grunde eine Kooperation von Unternehmen. „Diese arbeiten zusammen zum Nutzen des Kunden.“, erklärte Herda. Ein Beispiel für ein Digitales Ökosystem seien zum Beispiel digitale Anbieter von Reisen und Mietwägen oder Ähnlichem. Herda führte weiter aus: „Viele dieser Ideen gab es schon, sie werden jetzt nur digital umgesetzt.“

Mit diesem Satz veranschaulichte Prof. Herda gegen Ende des Gesprächs die Thematik Digitalisierung nochmals. Er freue sich auch über die Start-Ups, die sich immer wieder aus der Hochschule und in Baden-Württemberg entwickeln. Es sei sehr positiv, dass viele Mittelständler sich darauf einlassen und mit den Start-Ups kooperieren.

Ganz zum Schluss wurde noch das Thema Bildungsplattform und der Einsatz von Microsoft 365-Produkten thematisiert. Zum diesem Thema sagte Herda: „Diese Debatte ist aus meiner Sicht ein Stück weit konstruiert. Es ist wichtig, dass man die Systeme datenschutzkonform konfiguriert.“ Dies müsse auf Landesebene mit dem Anbieter in Verhandlungen erreicht werden. Im Open-Source-Bereich sei oft das Problem, dass diese Produkte nicht auf so große Kapazitäten ausgelegt sind. „Wichtig ist doch, dass wir an den Schulen gute Bildung ermöglichen.“, erläuterte Herda den für ihn zentralen Punkt. Auch Lorek sagte: „Das waren spannende Diskussionen im Bildungsausschuss. Aber das Unternehmen hat die Bereitschaft gezeigt, unsere Anforderungen beim Datenschutz zu erfüllen.“

Die Veranstaltung endete nach rund 80 Minuten. Siegfried Lorek dankte Prof. Dr. Nils Herda für die Mitwirkung an der Veranstaltung sowie allen Teilnehmenden für ihr Interesse.