Online-Sprechstunde mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

9. März 2021

Am Freitag (5.3.2021) lud der CDU-Landtagsabgeordnete und Kandidat für die Landtagswahl am 14. März 2021 im Wahlkreis Waiblingen, Siegfried Lorek, zur Online-Sprechstunde mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ein. Der Minister stellte sich gut 45 Minuten den Fragen rund um die Corona-Pandemie. Das Gespräch wurde live auf Facebook und auf der Homepage von Siegfried Lorek übertragen. Dabei konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Fragen und Anregungen einbringen. Der Stream ist auf beiden Kanälen weiterhin abrufbar.

Lorek begrüßte den Gesundheitsminister, der „wohl einen der herausforderndsten Jobs derzeit“ habe und übergab das Wort dann schnell an Jens Spahn. Es sei eine schwere Zeit und man spüre auch, dass nach 12 Monaten Pandemie die Menschen müde seien. „Das macht etwas mit uns.“, sagte Spahn. Gleichzeitig sei das Virus aber noch da. „Es geht für uns alle darum, die richtige Balance zu finden.“ Dabei würden zwei Dinge helfen: Tests und Impfen, so Spahn.

Eine Frage drehte sich um Schnelltests und Selbsttests. Schnelltests gebe es schon länger. „Diese werden zum Beispiel auch in Tübingen und Böblingen bereits so eingesetzt, wie jetzt deutschlandweit geplant.“, sagte Spahn. Ausschlaggebend für die Ausweitung sei aber die Menge an verfügbaren Tests. Vor zwei Monaten wären die Tests für eine solche Strategie schnell ausgegangen, erläuterte der Minister.

Spahn führte aus: „Der Bund übernimmt die Kosten und schafft damit die Grundlage für die notwendige Infrastruktur.“ Diese könne dann vor Ort in Zusammenarbeit mit Apotheken, DRK oder anderen Akteuren umgesetzt werden. In Baden-Württemberg wirke daran beispielsweise eine Drogeriekette mit, warf Lorek ein. Am Vortag war bekanntgegeben worden, dass Dm in Zusammenarbeit mit dem Land vor vielen Märkten Corona-Testzentren aufbaue. Die Ausweitung der Testmöglichkeiten sei ein wichtiger Bestandteil der Öffnungsstrategie, waren sich Spahn und Lorek einig.

Ein weiteres großes Thema waren die Impfungen. Zunächst sei AstraZeneca ein super Impfstoff, sagte Spahn, „das zeigen die Zahlen aus Großbritannien.“ Auch gegen die Mutationen würden die Impfstoffe laut Robert-Koch-Institut helfen. Wie sehr müsse noch herausgefunden werden, aber nach allem, was man wisse, sei man mit Impfung immer besser geschützt als ohne. Zur Freigabe von AstraZeneca solle rechtlich umgehend erfolgen, nachdem die STIKO ihre Empfehlung nun angepasst habe. „Wir werden jetzt mehr und schneller impfen.“, sagte Spahn.

Lorek sprach Spahn auch auf die Priorisierung der Impfgruppen an. „Ich habe dir dazu ja auch einen Brief geschrieben.“ Lorek habe sich schwergetan, dass Personen mit Vorerkrankungen nicht bereits in Gruppe 1 berücksichtigt wurden. Hier sei man der Empfehlung der STIKO gefolgt, sagte Spahn. „Die STIKO hat sich die Daten angeschaut.“, erläuterte er. Das Erkrankungsrisiko sei sehr stark altersabhängig – noch mehr als von Vorerkrankungen. Nach dieser Sachlage habe die STIKO die Empfehlung ausgesprochen. „Ich verstehe die Sorge total.“, sagte Spahn. Aber das größte Risiko hätten die über 80-Jährigen. Nachdem in dieser Altersgruppe viele bereits eine Impfung erhalten hätten, könne man jetzt zunehmend weitere Schritte gehen.

Die Veranstaltung endete nach rund 45 Minuten. Siegfried Lorek dankte Minister Jens Spahn für die Mitwirkung an der Veranstaltung sowie allen Teilnehmenden für ihr Interesse.