„Positiv aus der Krise kommen!“

16. November 2020

Erste digitale Unternehmensrunde des Landtagsabgeordneten Siegfried Lorek mit Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann

Zu seiner jährlichen Unternehmensrunde lud der CDU-Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Waiblingen, Siegfried Lorek, am 12. November 2020 gemeinsam mit der Firma Schwabentechnik ein. Als Gastrednerin war an diesem Abend die Kultusministerien und CDU-Spitzenkandidatin Dr. Susanne Eisenmann nach Winnenden gekommen.

Aufgrund der Corona-Pandemie waren Gäste dieses Jahr nicht vor Ort sondern digital dabei. Über Microsoft Teams, sowie Livestreams auf Facebook und Youtube verfolgten laufend rund 150 eingeladene Gäste und Interessierte die Veranstaltung. Über Kommentare und Nachrichten sowie vorab per Mail wurden viele verschiedene Fragen vor allem aus den Themenbereichen Pandemiebekämpfung, Wirtschaft und Bildung gestellt.

Zu Beginn begrüßte der Landtagsabgeordnete Lorek alle Gäste im Livestream und erinnerte an die bisherigen Unternehmensrunden, die er seit 2016 jährlich gemeinsam mit einem Unternehmen aus dem Wahlkreis durchführt. Er danke dabei dem 1995 gegründeten Unternehmen Schwabentechnik und deren Geschäftsführern Andreas und Jochen Rittberger für die Gastfreundschaft. Schwabentechnik war im Jahr 2019 in die neue Halle in Winnenden-Hertmannsweiler umgezogen. Hier fertigt die Schwabentechnik mit rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Präzisionsteile vor allem aus Metall an.

Anschließend übernahm die Kultusministerien, Dr. Susanne Eisenmann das Wort. Sie ging zunächst auf die aktuelle Situation und die Auswirkungen der Corona-Pandemie ein.

Die Situation sei weiter schwierig. Mit Blick auf die Schließungen der Schulen im Frühjahr sagte Eisenmann: „Dafür gab es keine Blaupause. Die Vorstellung einer Schließung von Schulen hat bis dahin schlicht nicht existiert. Ich habe größten Respekt vor dem, was in den Schulen und Schulgemeinschaften sowie in der Kinderbetreuung von allen Beteiligten geleistet wurde.“ Wir bräuchten aber weiter Geduld, weil die Pandemie uns weiter begleiten werde.

Es sei wichtig, so Eisenmann, „aus dieser Krise nicht nur irgendwie herauszukommen, sondern gestärkt und im positiven Sinne.“ Daher sei es richtig und notwendig, dass nun die Wirtschaft auch mit viel Geld gestärkt wird. Dazu trage der Rettungsschirm des Landes vom Frühjahr mit einem Volumen von 5 Mrd. Euro bei. Im Nachtragshaushalt wurde zusätzlich ein Paket „Zukunft Baden-Württemberg – Gestärkt aus der Krise“ mit einem Volumen von 1,2 Mrd. Euro verabschiedet.

Beim Ausblick auf die Zukunft und die kommende Landtagswahl stellte Eisenmann die Wirtschaftspolitik in den Vordergrund. „Ich will, dass auch in Zukunft die besten Autos der Welt in Baden-Württemberg gebaut werden – klimafreundlich.“ sagte Eisenmann. Dabei setze sie insbesondere auf einen breiten Technologiemix, der Elektroantriebe einschließt, aber ebenso klimafreundliche Antriebsstoffe und weitere innovative Lösungen. Technologieoffenheit müsse zentrales Credo sein.

Es gelte auch, die Industrie und die mittelständische Wirtschaft in Baden-Württemberg bei Transformationsprozessen zu unterstützen, insbesondere in den Bereichen Forschung und Entwicklung. „Unsere dezentralen Strukturen sind eine große Stärke des Landes im Bereich Innovation. Als Politik müssen wir dies nutzen und die Wissenschaft mit dem Mittelstand zusammenbringen. Dann sind wir attraktiv für neue Ideen und für Start-Ups.“, so Eisenmann.

Auch die Bildungspolitik wurde ausgiebig diskutiert – insbesondere in der Fragerunde. Zum Beispiel das Thema Lüften und Luftfilter wurde angesprochen. Die Kultusministerkonferenz prüfe schon seit September gemeinsam mit dem Umweltbundesamt, welche Maßnahmen effektiv wären. Nur eine Maßnahme helfe allen Experten zufolge zu 100 Prozent: das Lüften. „Es geht hier auch nicht um Dauerlüften, sondern um Stoßlüften.“, stellte die Ministerin klar.

Bei einer Frage zur Ganztagsschule machten Eisenmann und Lorek beide deutlich, dass die CDU im Land mehr Flexibilität bei den Angeboten zulassen wolle. Es solle möglich sein, dass an einer Schule der rhythmisierte Ganztag und daneben auch flexible Angebote der Kommunen angeboten werden. In ihrer Zeit als Schulbürgermeisterin in Stuttgart habe Eisenmann die Erfahrung gemacht, dass durch dieses Kennenlernen des rhythmisierten Ganztags auch das Interesse an dem Konzept zunehme. Dies sei in dieser Legislatur aber mit dem Koalitionspartner nicht zu machen gewesen.

Zum Abschluss bedankte sich Siegfried Lorek nochmals bei der Firma Schwabentechnik und bei der Kultusministerin für ihr Mitwirken an der diesjährigen Unternehmensrunde. Alle Beteiligten und auch viele Gäste äußerten sich erfreut, dass die Veranstaltung auch unter Pandemiebedingungen stattfinden konnte. Anstelle des in den Vorjahren üblichen Caterings war den Gästen dieses Jahr vorab ein Catering-to-go Paket mit lokalen und regionalen Spezialitäten zugestellt worden. „Über das große Interesse auch an diesem digitalen Format habe ich mich sehr gefreut.“ äußerte sich Lorek abschließend glücklich über die Veranstaltung.