Rettungsdienst & Bevölkerungsschutz – aktuelle Lage und Herausforderungen für die Zukunft

29. Januar 2021

Siegfried Lorek spricht mit Sven Knödler, Kreisgeschäftsführer des DRK Rems-Murr.

Am Donnerstag (29.01.2021) lud der CDU-Landtagsabgeordnete und Kandidat für die Landtagswahl am 14. März 2021 im Wahlkreis Waiblingen, Siegfried Lorek, zum digitalen Gespräch über die Herausforderungen im Rettungsdienst und im Bevölkerungsschutz. Dafür sprach Lorek mit dem DRK-Kreisgeschäftsführer des DRK Rems-Murr, Sven Knödler. Das Gespräch wurde live auf Facebook und auf der Homepage von Siegfried Lorek übertragen. Dabei konnten sich auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einbringen.

„Die Corona-Pandemie ist auch im Rettungsdienst zu spüren.“, sagte Knödler zur Arbeit des DRK während der Pandemie. Zwar seien die Rettungseinsätze rückläufig, die Einsätze seien aufgrund der nötigen Schutzmaßnahmen aber deutlich aufwendiger. Im großen DRK-Kreisverband im Rems-Murr-Kreis mit über 600 Beschäftigten und über 1.500 Ehrenamtlichen habe sich insbesondere das Zusammenspiel zwischen Haupt- und Ehrenamt bewährt. Unter anderem zu Beginn der Pandemie konnte man sich so untereinander bei der Bereitstellung von Schutzausrüstung unterstützen.

Siegfried Lorek und Sven Knödler hatten sich schon vor über 10 Jahren kennengelernt, als beide am Thema Digitalfunk gearbeitet haben. Dies sowie die Leitstellenstruktur waren weitere Themen, die auch im Chat zur Veranstaltung angesprochen wurden. Besprochen wurde auch das Thema Notruf-App, die es insbesondere Gehörlosen ermöglichen soll, einen Notruf abzusetzen. Lorek erläuterte: „Ein wichtiges Thema, an dem auch ich persönlich schon lange arbeite. Ich bin froh, dass die Notruf-App jetzt in der Umsetzung ist und planmäßig im Frühjahr oder Sommer 2021 fertiggestellt werden soll.“ Die lange Dauer der Umsetzung sei insbesondere auf die bundesweit unterschiedlichen technischen Voraussetzungen der Leitstellen zurückzuführen. Es sei nun aber eine Lösung gefunden.

Ein weiteres Thema war der Einsatz von Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern, wo sich Knödler und Lorek einig waren, dass diese mehr Rechtssicherheit bei ihren Einsätzen erhalten müssten. „Sie sind gut ausgebildet, sie können das. Und der Einsatz der Notfallsanitäter kann entscheidend sein!“, sagte Sven Knödler. Konkret geht es bei dem Thema darum, dass Notfallsanitäter eigenverantwortlich heilkundliche Maßnahmen durchführen dürfen. Das hatten sowohl DRK als auch die CDU im Land schon länger gefordert. Lorek und Knödler zeigten sich beide glücklich, dass der Deutsche Bundestag am selben Tag fast zeitglich eine entsprechende Reform des Notfallsanitätergesetzes beschlossen hat. Weiteren Bedarf an Initiativen sehen Knödler und Lorek bei der Vermittlung und Auffrischung von Erste-Hilfe-Kenntnissen in der Bevölkerung.

Die Veranstaltung endete nach rund 70 Minuten. Siegfried Lorek dankte Sven Knödler für seine Mitwirkung sowie allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr Interesse.